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Auszeichnung für Schweizer Schutzwaldprojekte

Anfang Februar hat die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine zum 13. Mal den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia verliehen. Aus der Schweiz haben es eine Bündner Waldspielgruppe und das ‹Nussdorf› Frümsen im Rheintal aufs Podest geschafft. Der Holzbauunternehmer Ruedi Walli senior wird als ‹Schutzwaldpate› geehrt.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft – Forstvereine aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg – würdigen mit ihrem Preis Projekte, die sich vorbildlich für den Schutzwald einsetzen. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Preises. Das Unternehmen engagiert sich für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

Die Kinder für den Wald begeistern

Im Beisein des Bündner Regierungsrats Mario Cavigelli, von Regierungsräten aus Liechtenstein und St. Gallen und Landesräten aus Tirol, Vorarlberg sowie Südtirol wurden in der Arena in Klosters drei Projekte in den Kategorien ‹Schulprojekte›, ‹Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften› sowie ‹Erfolgsprojekte› gewürdigt. Mit dem ‹Schutzwaldpaten› zeichnete die Arbeitsgemeinschaft  zudem eine Person für ihre Verdienste rund um den Schutzwald aus.

14 Projekte und Ideen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz wurden eingereicht. Die international besetzte Jury ehrte in der Kategorie ‹Schulprojekte› die Bündner Waldspielgruppe ‹Zwergenland›, ein Spielangebot ausserhalb des Elternhauses für Kinder im Alter von 4–5 Jahren, das altersgerecht und in enger Zusammenarbeit mit dem Forstdienst den Bezug der Kinder zum Wald fördert. In der Kategorie ‹Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften› ging eine Auszeichnung an das Tiroler ‹Schutzwaldmärchen›, in dem die Kinder zu Helfern der Bäume und ihrer Hüter im Schutzwald werden.

Rheintaler ‹Nussdorf› mit auf dem Podest

Der Wiederaufbau eines Lawinenschutzwaldes im Vorarlberg setzte sich in der Kategorie ‹Erfolgsprojekte› durch. Das grosse Naturgefahrenpotential macht die Berggemeinde Blons in besonders hohem Mass vom Zustand des Schutzwaldes abhängig. Zur Schaffung und langfristigen Erhaltung eines schutzwirksamen Dauerwaldes erfolgt eine beispielhafte Bewirtschaftung im Sinne des naturnahen Waldbaus mit einer konsequent schutzwaldorientierten Schalenwildbejagung. Mit der Einrichtung des Lawinendokumentationszentrums und eines Lawinenlehrpfades wurden vorbildliche Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Der Sonderpreis der Jury geht an das ‹Nussdorf› Frümsen. Es liegt im Werdenberg am Fusse der steilen Bergwaldungen des Alpsteins. Das historische Landschaftsbild beschreibt den Nussbaum – neben der Buche – als zweitwichtigste Baumart im Wald. Durch eine veränderte Bewirtschaftung ist der Nussbaum in der Region selten geworden. Seit einigen Jahren bringt die Forstgemeinschaft Sennwald den Nussbaum wieder im Wald und im angrenzenden Kulturland ein.

Quelle Lignum

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